Isolierung

Je dicker, desto besser! Die Mindeststandards für Dämmung und Heiztechnik sind angehoben worden.
Die neuen Regeln für Bauherren und Modernisierer.

Erst zwei Jahre alt – und schon wieder wird sie deutlich verschärft: Am 1. Oktober 2009 ist die Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft getreten – und stellt Bauherren und Sanierer vor neue Herausforderungen. Die Anforderungen an Neubauten werden ebenso angehoben wie die für die Modernisierung von Altbauten. Die neuen Regelungen gelten für alle, die ab Oktober ein Baugesuch oder eine Bauanzeige einreichen.

Bei Sanierungen gilt der Beginn der Bauarbeiten als Stichtag. Auch die neue Verordnung setzt lediglich Mindeststandards, die von Passivhäusern oder Gebäuden nach den Effizienzanforderungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterboten werden.
Zwar lässt sich mit besserer Dämmung und Nachrüstung auf moderne Technik der Energieverbrauch von Gebäuden um durchschnittlich 30 Prozent senken. Vielfach müssen Immobilienbesitzer allerdings eine Menge investieren, um in den Genuss dieser Verbesserungen zu kommen. So sieht das Gesetz zum Beispiel vor, dass bei bestehenden Gebäuden der Schornsteinfeger die Einhaltung von Nachrüstpflichten kontrolliert und Fachunternehmen bei Sanierungen die korrekte Ausführung nach den Maßgaben der Verordnung bestätigen müssen. Eigentümer müssen diese sogenannte Unternehmererklärung fünf Jahre lang aufbewahren und bei Bedarf vorzeigen.

Strenger als bisher geht der Staat auch mit Planern und Handwerkern um, die gegen die Verordnung verstoßen: Ab Oktober drohen bei einem Verstoß gegen die Vorgaben Bußgelder von 5000 bis 50 000 Euro. Strafzahlungen müssen auch Eigentümer oder die Aussteller von Energieausweisen fürchten, wenn sie die Daten falsch oder unvollständig übermitteln oder unkorrekt berechnen.

Allerdings treffen die neuen Regelungen nicht alle Immobilienbesitzer gleichermaßen hart. Der Neubau eines Hauses wird, wenn überhaupt, nur geringfügig teurer. Die meisten Anforderungen der EnEV sind in der Praxis heute schon Standard. Und bei der Dämmung von Dach und Außenwänden kosten einige Zentimeter mehr im Vergleich zu den Arbeitskosten nur einen kleinen Aufschlag.

Genau kalkulieren sollten Käufer von gebrauchten Immobilien. Wer ein altes Haus saniert oder umbaut, muss häufiger strengere Grenzwerte einhalten und Dach, Wände und Keller dicker dämmen als bisher.

Neue Vorschriften beim Um- und Ausbau
Klimaschutz ist Pflicht – egal ob bei Großprojekten oder einem Umbau in Minischritten. Selbst wer nur kleinere Veränderungen an seinem Haus vornimmt oder behutsam die Sanierung in Angriff nimmt, muss sich künftig schon an die Vorgaben der Verordnung halten. Werden ab Oktober mehr als zehn Prozent eines Bauteils, also zum Beispiel der Außenwand, des Daches oder der Fenster geändert, müssen die neu eingebauten Teile die Dämmwerte in der Verordnung einhalten. Der Rest kann bleiben, wie er ist.

Sinnvoller ist freilich eine komplette Sanierung – zum Beispiel der Außenwand. Die Schattenseite: Ein solches Projekt verschlingt schnell eine mittlere Summe. Dennoch sollten Bauherren an dieser Stelle lieber klotzen als kleckern. Immerhin spart eine solche Dämmung auch mehrere Tausend Euro Heizkosten pro Jahr.

Die technischen Details
Neu eingebaute oder veränderte Bauteile müssen deutlich besser gedämmt sein: Reichte es bisher, zum Beispiel eine 30 Zentimeter starke Hohlblockwand mit sechs bis acht Zentimetern Dämmung zu versehen, müssen es jetzt zwölf bis 16 Zentimeter sein – je nach Material der alten Wand. Beim Dach sind es 14 bis 18 Zentimeter, die Decke zum unbeheizten Dach braucht zehn bis zwölf Zentimeter und eine Kellerdecke zehn bis 14 Zentimeter. Nur wenn so dicke Dämmschichten aus technischen Gründen nicht möglich oder extrem unwirtschaftlich sind, dürfen Bauherren ausnahmsweise von den Standards abweichen und weniger dämmen. Den Nachweis führt der Architekt oder Bauunternehmer

Weiteres Erschwernis für manchen Bauherrn: Der sogenannte Dachausbau-Bonus entfällt. Wer seinen ungenutzten Dachboden künftig bewohnen und deshalb ausbauen will, muss ab dem 1. Oktober 2009 den Neubaustandard erfüllen. Das heißt in der Regel, das Dach komplett zu dämmen, entweder von innen zwischen und unter den Dachsparren oder von außen, wenn das Dach auch noch neu gedeckt werden soll.

Wer auf hohe Decken und den besonderen Charme von Altbauten steht, sollte sich vor einer Sanierung ebenfalls mit den neuen Klimaschutzvorschriften vertraut machen.
Öl- oder Gasheizkessel, die vor 1978 eingebaut wurden, müssen sofort ausgetauscht werden. Das lohnt sich, da die Oldies etwa 30 bis 40 Prozent der eingesetzten Energie verschwenden. Niedertemperatur- oder Brennwertkessel dürfen bleiben, sind bei den betroffenen Anlagen aber sehr selten.

Verschärft hat der Gesetzgeber auch die Pflicht, die oberste Geschossdecke eines Altbaus zu einem unbeheizten Dachraum zu dämmen: Nicht begehbare Decken müssen sofort mit 14 bis 16 Zentimeter starkem Dämmstoff belegt werden. Ab 2012 gilt dies auch für begehbare Decken, zum Beispiel in einem Speicher, der für Lagerzwecke oder zum Wäschetrocknen genutzt wird. In beiden Fällen kann alternativ auch das Dach gedämmt werden.Ebenfalls sofort müssen Heizungs- und Warmwasserrohre mit Dämmschalen ummantelt werden. Die Dicke der Dämmung richtet sich nach der Dicke des Rohres.

Keine Regel ohne Ausnahme
Bei aller Konsequenz in seinem Einsatz für den Klimaschutz hat der Gesetzgeber allerdings auch einige Ausnahmeregelungen geschaffen, die vor allem Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern beruhigen dürften. Hier muss nur nachgerüstet werden, wenn das Haus seit dem 1. Februar 2002 verkauft oder vererbt wurde. Der neue Eigentümer hat nach dem Kauf zwei Jahre lang Zeit, seiner Pflicht nachzukommen.

Ausnahmen von den Nachrüstpflichten gelten auch, wenn diese auf lange Sicht unwirtschaftlich sind, zum Beispiel wenn ein komplizierter Einbau hohe Zusatzkosten verursacht.

Eine Sonderregelung betrifft Eigentümer und Mieter von ausschließlich mit Strom beheizten Mehrfamilienhäusern mit mehr als fünf Wohnungen: Vor 1990 eingebaute elektrische Nachtspeicherheizungen müssen bis 2020 durch effizientere Heizsysteme ersetzt werden. Für Nachtspeicherheizungen, die nach 1990 installiert wurden, ist nach 30 Jahren Schluss.

Deutlich früher müssen sich Architekten, Planer, Bauherren und Sanierer aber mit der nächsten Energieeinsparverordnung befassen. Die ist nämlich schon für 2012 geplant .

Quelle: FOCUS online

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