Barrierefreies Wohnen

Schwellen innerhalb der Wohnung, enge Türen, hoher Badewannenrand - das stört niemanden, der körperlich fit ist.

Kaum jemand denkt daran, eines Tages möglicherweise im Rollstuhl zu sitzen - als Folge eines Unfalls, einer Krankheit oder altersbedingt. Wenn normale Bewegungsabläufe in der Wohnung unsicher werden, stellen beispielsweise herkömmliche Badezimmer plötzlich eine Gefahr dar: Der Einstieg in die Badewanne oder Dusche wird zum Risiko oder ist gar nicht mehr möglich.

Umbauten und Hilfsmittel können für Erleichterung und Sicherheit sorgen - jedoch nur, wenn der individuelle Grad der Behinderung berücksichtigt wird. Sanitäreinrichter und Installateurbetriebe sind mit den speziellen Bedürfnissen körperlich beeinträchtigter Menschen meist nicht vertraut. Deshalb ist es wichtig, ein Sanitätsfachgeschäft zu Rate zu ziehen. Qualifizierte Fachleute ermitteln bei einer Ortsbesichtigung zusammen mit dem Betroffenen die optimalen Hilfsmittelanpassungen.
Viele Sanitätshäuser haben sich mittlerweile auf die Bereiche Homecare und Rehabilitationstechnik spezialisiert!

Oft reichen schon kleine Veränderungen im Sanitärbereich: Zum Beispiel Haltegriffe, verstellbare Spiegel oder ein Badewannenlifter.

In anderen Fällen bietet sich ein kompletter Umbau des Badezimmers an, bei dem etwa die Badewanne gegen ein stufenloses Duschfeld getauscht wird.

In den meisten Fällen lässt sich die gesamte Wohnung so umbauen, dass der Betroffene in den eigenen vier Wänden bleiben kann.

Das beginnt mit den Stufen im Eingangsbereich, die mit einer Rampe überbrückt werden können.  Sanitätshäuser bieten eine Vielzahl von Produkten, die die Selbständigkeit bei alltäglichen Verrichtungen wie Körperpflege oder Küchenarbeit weitgehend erhalten.

Umbaumaßnahmen werden von den Krankenkassen bis zu einem bestimmten Betrag gefördert. Wenn durch die Wohnungsanpassung die häusliche Pflege erleichtert wird, kann die Pflegekasse einen Zuschuss bewilligen.